Die folgenlose Unverfrorenheit der Kommunalen Behörden

BLOG 20160606 8Die Photos in diesem Blog sind von mir zufällig ausgewählt. Ich hatte keine Lust, alle Anzeigen in meinen Unterlagen Fall für Fall durchzugehen um die konkreten Umstände zu schildern, und habe mich deshalb auf die Veröffentlichung von Photos beschränkt, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Wie Ihr seht, betreffen die Photos sehr unterschiedliche Fälle, sie haben jedoch eins gemeinsam:
Bei allen haben die Kommunen versagt, sie haben ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht erfüllt.

Alle Bilder betreffen Andalusien – ich wollte mich nicht mit dem Wust von unterschiedlichen, absurden, obsoleten und obendrein ohnehin unbeachteten Gesetzen aller autonome BLOG 20160606 5n Regionen in Spanien beschäftigen, darum also nur aus unserer Region Andalusien. Das andalusische Gesetz vom 24/11/2003 über den Tierschutz bestimmt in seinem Kapitel VI, Artikel 27, Absatz 3:

”Die Kommunen sind währe BLOG 20160606 2nd einer Zeitdauer von mindestens 10 Tagen für Aufnahme und Transport von ausgesetzten oder verlorenen Tieren, bevor diese abgegeben oder im Extremfall getötet werden, verantwortlich.”

Gemäss Artikel 28, Absätze 2 bis 5 heisst es – ich fasse zusammen, um Euch nicht zu langweilen – dass die Tiere von qualifiziertem Personal zu einem lizensierten Tierzentrum transportiert, angemessen behandelt und mit den notwendigen tierärztlichen Leistungen versorgt werden müssen … und so weiter, und so weiter. BLOG 20160606 3

So steht es im Gesetz. Doch lasst mich meine eigene Reaktion anfügen (was ich in diesem Blog sage, muss nicht immer der Auffassung von CYD Santa María entsprechen): Angesicht BLOG 20160606 1s all der zitierten unerfüllten Vorschriften lache ich mich kaputt. Damit Ihr dieser meiner weisen, philosophischen, wohlüberlegten Meinung ein bisschen Kredit gebt: in allen durch die Photos illustrierten Fällen waren es die Ordnungshüter, Sicherheitskräfte, Polizei selbst, die uns verzweifelt um Hilfe baten, weil die verantwortlichen Kommunalbe BLOG 20160606 4hörden sie ignorierten.

Ich habe mit Bedacht Fälle unterschiedlicher  Ordnungsbehörden ausgesucht. Darunter sind die Lokalpolizei, der Naturschutzdienst der Guardia Civil (SEPRONA), die Verkehrspolizei und sogar ein Angehöriger einer Stadtverwaltung, der bei seinen eigenen Leuten auf taube Ohren stiess. In allen diesen Fällen waren wir es, die sich um die Tiere gekümmert und die Kosten für ihren Transport, die Tierärzte, für die Genesung der Tiere, Ihre Unterbringung, Dokumentation durch Chip und Tierpass und in einigen Fällen auch für die humane Beendigung ihrer Leiden übernommen haben. Das heisst – alles.

Meine einzige kleine Rache an den schuldigen Kommunalverwaltungen war es, dass ich BLOG 20160606 6 ihnen die Tierleiche dagelassen habe, um sie ein bisschen zu molestieren, doch manchmal hat sie noch nicht einmal das gejuckt ! Der mit einem Tuch (natürlich meins) bedeckte Kadaver auf der Landstrasse blieb dort 3 Tage liegen und hätte leicht weitere Unfälle verursachen können, wenn nicht eine Privatperson dem Bürgermeister von Mijas – so behaupten böse Zungen – gedroht hätte, er werde ihn umbringen, wenn er das Tier nicht von dort entferne. Wer das nicht glaubt, wende sich an die Verkehrspolizei in Malaga, die Leute dort werden sich ganz sicher an die üble Situation erinnern, in der sie steckten, bis Fernando, unser Tierarzt und ich auftauchten, um ihnen zu helfen. Zum Lachen, oder ?

Die Unverfrorenheit der Kommunen, von der ich im Titel des Blogs spreche, hat ihr Gegenstück, nämlich unsere Dummheit, nicht nur unsere eigene bei CYD sondern auch die aller derjenigen, die es ebenfalls nicht schaffen, eine Kommunalverwaltung dazu zu bringen, das geltende Gesetz umzusetzen.

concordia cyd