Der Kampf um das Leben

BLOG 12.Am zweiten Morgen von Trinis Aufenthalt in der Herberge war die Situation desolat. Der gute Fernando schrieb in seiner Klinik einen langen Bericht als Unterlage für die Gerichtsverhandlung. Ich hatte weder Zeit gehabt, dem Landwirtschaftsamt (OCA) die Rettungsaktion zu melden, noch die entsprechende Anzeige bei der Justizbehörde zu erstatten.

In Fällen wie diesen ist Schnelligkeit Trumpf, damit der Eigentümer nicht die Herausgabe des Tieres verlangen kann. Luciano, unser Stallmeister, war so erschöpft, dass er sich einige Stunden schlafen legen musste.
Und Trini konnte nicht aufstehen !

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José María, der Tierarzt, war verzweifelt, denn es war essentiell wichtig, dass Trini spätestens nach zwölf Stunden nach der Auffindung auf die Beine kam. Ich rief schliesslich zwei gute Freunde an (Dank Dir, Pepe, dass Du immer zu so etwas bereit bist !), um zusammen mit ihnen einen Hebezug zu konstruieren. Es klappte nicht.

Wir verstärkten das Dach der Box mit Stahlträgern und versuchten, Trini mit einem Flaschenzug hochzuziehen. Die Aktion war sehr gefährlich, weil  das Dach über uns zusammenbrechen konnte und weil die Box so eng war, dass wir uns gegenseitig behinderten und uns verletzen konnten.

BLOG 14.Die Hitze half auch nicht gerade, und die Fliegen, die Trini als Gastgeschenk mitgebracht hatte, ebenso wenig.

Es dauerte mehr als drei Stunden, bis wir es schafften, Trini auf die Beine zu stellen. Entscheidend dabei war die Körperkraft von Lucio und der freiwilligen Helfer. Was für Super-Volontäre und Super-Tierärzte haben wir bei CYD !

Trini stand also und wir führten sie auf einen Paddock, auf dem sie sich freier bewegen konnte und wo es leichter sein würde, sie hochzuziehen. Wir ahnten nicht, wie schnell wir wieder zurück in der Box sein würden, doch Trini fand diese kurze Zeit herrlich !

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Während der folgenden fünf Tage wechselten wir uns bei der Betreuung ab. Trini blieb nicht eine Minute allein, doch meine Schwester und ich beteten inbrünstig für eine baldige Lösung der Situation, denn unser Budget war angespannt und die Kosten für Trini wuchsen ständig. Eine Besserung schien nicht in Sicht und wir konnten mit 170 Tieren in der Herberge nicht so viel Geld in ein einziges Tier investieren.
Doch das war nur eine der Komplikationen, die sich in diesen Tagen ergeben hatten …

CyD Santa Maria

La Asociacion CYD Santa Maria se ocupa de la recuperacion y reubicacion de especies animales maltratadas, en especial caballos