Trini: Der Transport zur Herberge, eine Odyssee

BLOG 6.

Nachdem wir Trini re-hydratiert hatten – ohne dies wäre sie gestorben – , sie auf die Beine gestellt und bis zu einem Weg getragen und die Eigentümer in die Flucht geschlagen hatten, mussten wir Trini in den Lastwagen hinein und lebend in die Herberge bekommen.
Wir trugen sie über die Laderampe auf den Wagen hinauf und Germán dachte sich eine Methode aus, mit der sich Trini, gestützt von zwei Trennwänden des Transporters, auf den Beinen halten konnte. Sie durfte auf keinen Fall stürzen, sonst hätte sie sich den Hals oder ein Bein brechen können. In Angst und Anspannung fuhren wir so langsam, wie es für den Lastwagen möglich war. Auf geraden Strecken legten wir ein wenig zu, denn wir mussten in der Herberge ankommen, bevor die Wirkung der von Fernando verabreichten Medikamente schwinden würde. Meine Schwester sauste mit mehreren Volontären voraus zur Herberge, um die Box für die Notaufnahme vorzubereiten. Fernando und ich fuhren hinter dem Transporter her für den Fall, dass Trini hinfallen würde. Solche Momente sind sehr schwierig durchzustehen, man betet, was man kann, damit das Tier durchhält. Manchmal gelingt es, andere Male nicht.

BLOG 7.Es waren, wie Ihr Euch vorstellen könnt, sehr lange Kilometer. Gottseidank stand Trini, als wir in der Nähe der Herberge anhielten, um sie herauszuholen, noch auf den Beinen. In ihrem Auge glitzerte sogar ein kleiner Funke, der vorher nicht zu sehen gewesen war. Ich glaube, sie wusste genau – das passiert bei allen unseren Schützlingen – dass sie im sicheren Hafen angekommen und der Albtraum, der bis jetzt ihr Leben ausgemacht hatte, zu Ende war. Ich weiss nicht wie, aber die Tiere wissen es einfach.

BLOG 8.Guckt Euch die strahlenden Gesichter unserer Volontäre an, als wir die Rampe des Transporters herunterliessen und Trini noch lebendig auf ihren Beinen stand ! Nichts besseres hätten wir uns wünschen können.

BLOG 8. a)

Die Beine trugen die Mula nicht und wir mussten sie bis zur Herberge hinuntertragen. Sie wäre im Transporter auf dem steilen Weg ganz sicher gestürzt. Als wir unten ankamen, atmeten wir auf. Endlich konnte Fernando eine bessere Diagnose stellen, die entsprechenden Medikamente verabreichen und die notwendigen Behandlungen vornehmen.
Wir wussten allerdings nicht – ahnten es nur – , dass das Schlimmste erst in den kommenden Tagen auf uns zukommen würde. So ist das immer….

CyD Santa Maria

La Asociacion CYD Santa Maria se ocupa de la recuperacion y reubicacion de especies animales maltratadas, en especial caballos